Informationen zu Großkopisch und der Kirchenburg

Großkopisch
Arthur Weprich Mi, 05/03/2014 - 23:06

Ich habe einen kleinen Beitrag zu Großkopisch auf der Internetseite der Leitstelle Kirchenburgen gefunden, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Diese wird gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der Beitrag ist schmal gehalten und enthält nur oberflächliche Informationen zu Großkopisch, der Kirchenburg und der Entstehungsgeschichte.

Kirchenburg

Am Osthang über dem Dorf entstand zunächst eine frühgotische Basilika mit Turm. Um 1510 wurde die Kirche im Zuge der Befestigung umgebaut. Der alte Chor wurde abgerissen und durch einen hohen Chor mit polygonalem Abschluss ersetzt. Dieser wiederum wurde durch ein steinernes Wehrgeschoss verstärkt, sodass die Kirchenburg gegen den Hang verteidigt werden konnte, und der Turm erhielt ein Wehrgeschoss aus Holz. Der Chor stand etwas oberhalb des alten Schiffes, weil dieses gleichfalls vergrößert werden sollte. Als man diesen Plan aufgab, wurde der Zwischenraum nur mit einem schmalen Joch geschlossen. Während der Chor sein ursprüngliches Sterngewölbe und die Maßwerkfenster aus der Bauzeit behielt, wurde das Kirchenschiff 1795 barock überformt. Auf der Nordseite des Chores befindet sich eine auf 1519 datierte zweigeschossige Sakristei, in deren Obergeschoss eine Kapelle eingerichtet war. Von der Ausstattung der Kirche sind vor allem das Renaissance-Portal zur Sakristei und der klassizistische Altar erwähnenswert.

Ort

Der Ort Großkopisch wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 13. Jh. gegründet. Seit Beginn des 14. Jh. wurde von den Siedlern eine Kirche aus Stein errichtet, deren Grundmauern trotz zahlreicher Um- und Ausbauten bis heute erhalten geblieben sind. Ursprünglich aus deutlich weniger langlebigen Materialien bestanden die Wohnhäuser des Ortes: Das Holz der umliegenden Wälder war in der Gründungszeit der wichtigste Baustoff. Ritzen zwischen den Balken wurden mit Moos und Lehm verstopft, die Dächer deckte man nach der Weizenernte mit Stroh. Mit den sogenannten Schlemmen – ausgedehnten Tierblasen – wurden die Fenster bespannt, durch die nur ein schwacher Lichtschein in die dahinter liegenden Räume dringen konnte.Erst im 18. und 19. Jh. wurde es üblich, Wohnhäuser aus Mauerziegeln zu errichten. In dieser Zeit entstanden die typisch siebenbürgisch-sächsischen Gehöfte, die noch heute die Wege des Dorfes säumen.

Text- & Bild-Quelle: Leitstelle Kirchenburgen

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