Projektstand Großkopischer Kirche im Dezember 2017

 

Dietramszell, 12.12.2017

 

Liebe Großkopischer, liebe Freunde,

 

ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende und ich möchte heute die Gelegenheit nutzen, euch auf den neusten Stand unseres Projektes zu bringen.

 

Ende Januar traf ich mich mit Sebastian Bethge, Baudenkmalpfleger der Stiftung Kirchenburgen, Ulf Ziegler, Dechant im Bezirkskonsistorium Mediasch (im Anschluss kurz BK genannt) und zuständiger Pfarrer von Großkopisch, Lorand Kiss, Restaurator vom Arcus Verein in Targu Mureş und Alexander Kloos, Vorsitzender des Vereins Kulturerbe Kirchenburgen e.V. dem ich selbst angehöre. Auf dem Konto dieses Vereins werden auch die Spendengelder gesammelt. Wir haben bei diesem Treffen folgende Schritte vereinbart:

 

  1. Erstellen einer Zusammenfassung über die notwendigen Reparaturarbeiten durch Sebastian Bethge.
  2. Einholen einer Notfallgenehmigung für Dacharbeiten und anschließende Reparatur.
  3. Entwässerung der Anlage, Abschlagen des Putzes, Erneuerung der Dachrinnen und tieferes Öffnen des Kirchenbodens, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
  4. Erstellen eines Putzgutachtens durch Lorand Kiss.
  5. Notkonservierung der Außenfresken am Westportal durch Lorand Kiss.
  6. Entgrünung des Berings und des Nordturm durch Stefan Schneider.
  7. Abstützen der einsturzgefährdeten Sakristei durch Sebastian Bethge.
  8. Begutachtung der Orgel durch den Orgelbaumeister Burkhardt Wenzel aus Mediasch und Erstellen einer Zusammenfassung über notwenige Reparaturen zur Wiederbespielbarmachung.

 

Zusätzlich zu den o.g. Maßnahmen kamen diesen Sommer noch zwei weitere Schritte hinzu:

 

  1. Das Einholen einer Notfallgenehmigung für Arbeiten im Glockenturm.
  2. Die Sicherung des Torbogens, der der eigentliche Zugang zur Kiche ist.

 

Durch den ehrenamtlichen Einsatz aller Beteiligten konnten schon einige Ergebnisse erreicht werden.

Folgende Ergebnisse wurden seit dem Treffen im Januar erzielt:

 

Zu Punkt 1:

Nach langer Wartezeit (Ende Januar bis Mitte Mai), wurde uns die Zusammenfassung von Sebastian Bethge schließlich Mitte Mai überreicht. Entgegen unserer Erwartung wurde es kein Gutachten im eigentlichen Sinn, sondern eine Bestandsaufnahme und hilfreiche Anleitung für uns bei der Beseitigung der dringlichsten Schäden.

 

Zu Punkt 2:

Eine Notfallgenehmigung für das Dach, zum Nachstecken gebrochener Ziegel und den Austausch defekter Dachlatten, liegt seit Juli im Büro des BK Mediasch vor. Die vergangenen Monate wurden genutzt um Angebote von verschiedenen Dachdeckern einzuholen. Im Vorfeld wurden alte Bibersschwanzziegel in Bürgisch gekauft. 1.500 Stück wurden am 10.08.17 von Siegfried Roth und unserem Burghüter Stefan Schuster abgeholt. Da die Schäden größer sind als zunächst erwartet, hat Herr Alexander Kloos noch weitere 2.000 Ziegel bei einem Freund reservieren können. 

 

                                                 

 

Zwischenzeitlich haben wir an den Bauingenieur Herrn Gabriel Tudor den Auftrag zur Dachreparatur vergeben. Die Reparatur wird ca. 10.000,– € kosten. Herr Tudor wird mit den Arbeiten Ende März (je nach Witterung) beginnen. Derzeit wird geprüft, ob im Zuge der Dacharbeiten die defekten Dachrinnen mit ausgetauscht werden können. 

 

Zu Punkt 3:

Bisher liefen noch keine Maßnahmen.

 

Zu Punkt 4:

Das Putzgutachten liegt seit März 2017 vor.

 

Zu Punkt 5:

Herr Lorand Kiss vom Atelier Monumenta Transsylvaniae Werkstatt Filitelnic / Felldorf hat die Fresken am 06 und 07.09.17 mit Unterstützung einer Helferin notkonserviert.

 

Fotos Lorant Kiss

 

Zu Punkt 6:

Ende Juli hat Herr Stefan Schneider (Cousin des Burghüters Stefan Schuster) den Bering und den Nordturm behutsam von den Rankpflanzen befreit.

 

                                                  

 

Dabei fiel auf, dass die Pflanzen einen Teil des Pultdaches abgedeckt und somit beschädigt haben. 

      
Fotos Ambulanta pentru Monumente

 

Herr Friedrich Gross aus Neudorf hat uns für den Speckturm Dachziegel gespendet. Die Ambulanta pentru Monumente hat Ende Oktober unter Leitung von Herrn Eugen Vaida mit ehrenamtlichen Helfern das Dach des Speckturms erneuert. An dieser Stelle nochmals vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten.

       
Fotos Ambulanta pentru Monumente

 

Zu Punkt 7:

Die Stiftung Kirchenburgen unter Leitung des Baudenkmalpflegers Sebastian Bethge hat im März das einsturzgefährdete Gewölbe der Sakristei mit einer Holzkonstruktion abgestützt.

                                                     

 

Zu Punkt 8:

Der Orgelbaumeister Burkhardt Wenzel hat im März ein Gutachten zur Orgel vorgelegt. Die Großkopischer Orgel, ein Werk des berühmten Orgelbaumeister Samuel Maetz aus Birthälm, ist trotz ihres derzeit sehr desolaten Zustands, sehr wertvoll und aus gutem Material. Sie sollte auf jeden Fall erhalten und restauriert werden. Durch die Veranstaltung von Orgelkonzerte könnte in Zukunft ein bescheidener Beitrag zum Erhalt der Kirche geleistet werden (siehe Mediascher Orgelsommer).

                    

 

Zu Punkt 9:

Durch morsche oder fehlende Bohlen, sowie wackelige Handläufe und Leitern ist der Aufgang zu den Glocken derzeit aus Sicherheitsgründen nicht möglich. 

 


Foto Alexander Kloos

 

 

Das Austauschen, bzw. Wiederanbringen der morschen oder fehlenden Bohlen in den Zwischendecken und das Erneuern der Handläufe ist vorbereitet. Die Arbeiten im Glockenturm sollten unter der Leitung von Siegfried Roth und des Zimmermans Endi Zoltan aus Großkopisch durchgeführt werden. Herr Roth hat das notwenige

Baumaterial ausgesucht, bestellt und nach Großkopisch gebracht. 1.500 € flossen für die Arbeitsleistung hierfür aus der Kasse der HOG Großkopisch, weitere 1.000 € hat der Verein Kulturerbe Kirchenburgen auf das Konto des BK Mediasch überwiesen, damit wurde das benötigte Material bereits bezahlt. Eine Genehmigung für die Wiederbegehbarmachung des Glockenturms liegt leider derzeit noch nicht vor. Deshalb verzögern sich die geplanten Arbeiten bis eine solche vorliegt. Wir sind zuversichtlich, dass parallel zu den Dacharbeiten am Glockenturm gearbeitet werden kann.

 

Zu Punkt 10:

Die Stabilität des Torbogens ist nicht mehr gewährleistet, da er durch einen Riß geschädigt ist. Deshalb ist aus Sicherheitsgründen dieser Zugang derzeit gesperrt.

                        

 

Eine Wiedereröffnung dieses eigentlichen Zugangs zur Kirche kann erst wieder nach Instandsetzung erfolgen. Für die Finanzierung der Arbeiten am Torbogen haben wir von Herrn Paolo Bassetti (Copşa Mare Guesthouses) eine Zusage der kompletten Kostenübernahme nach Genehmigunserteilung. Hier arbeiten wir ebenso wie beim Glockenturm an der Einholung einer Genehmigung.

 

Sonstiges:

Am 28.11.2017 haben wir eine Geldspende vom Stadtpfarrer von Kronstadt für unser Kirchendach erhalten.

 

Ausblick in das Jahr 2018:

Familie Bassetti hat vorgeschlagen, ein Fest mit ehemaligen Großkopischern und Freunden im Pfarrhaus zu feiern. 

 

                                                                            

 

Es besteht die Möglichkeit einer kostenlosen Übernachtung in den Copşa Mare Guesthouses. Für die Anreise und Verpflegung, mit Ausnahme des Festes, müssten die Teilnehmer selbst aufkommen.

Als Termin wurde der 18. August 2018 festgelegt, zur weiteren Planung bitte ich die Interessierten sich bei Siegfried Roth zu melden.

 

Für Interessierte können weitere Informationen und Bilder bei mir zur Einsicht angefragt werden.

 

 

Ich hoffe dass wir weiter so gut vorankommen und mit dieser Zusammenfassung die vereinbarte hohe Transparenz vermittelt werden kann.

 

 

Herzliche Grüße, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr Ihre

 

Sabine Haranzha

(Projektpatin der Kirchenburg Großkopisch)

 

Kontakt: sh@kulturerbe-kirchenburgen.de

About Arthur Weprich

Author und Webmaster für grosskopisch.de – geboren 1981 in Großprobstdorf bei Mediasch in Rumänien

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*